Eine besondere Reise.
Der erste neue FINK ist angekommen.
Storys07.09.2026Sidonie Gaillard
Der erste FINK der neuen Generation hat das Werk von Stadler verlassen und ist bei der Zentralbahn angekommen. Ein Video begleitet den neuen Zug auf seiner besonderen Reise von Bussnang nach Interlaken Ost. Mit seiner Ankunft beginnt eine umfassende Testphase, bevor FINK 1 künftig im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt wird.
In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 war es so weit: Der erste von zehn neuen FINK-Zügen wurde vom Stadler-Werk in Bussnang nach Interlaken Ost transportiert. Auf einem Rollschemel legte das Fahrzeug einen aussergewöhnlichen nächtlichen Weg zurück. Am Morgen des 13. August wurde FINK 1 in Interlaken Ost abgeladen, auf die Gleise der Zentralbahn gestellt und anschliessend nach Meiringen überführt.
Präzisionsarbeit auf Schienen
Der Transport eines neuen Zuges ist alles andere als alltäglich. Aufgrund der unterschiedlichen Spurweiten konnte FINK 1 die Strecke von Bussnang nach Interlaken Ost nicht auf eigenen Rädern zurücklegen. Das Fahrzeug wurde deshalb mithilfe eines Rollschemels transportiert.
Das Video gibt Einblick in diesen besonderen Moment: von der Abfahrt beim Hersteller bis zur Ankunft auf dem Netz der Zentralbahn. Damit beginnt für FINK 1 ein neues Kapitel und für die Zentralbahn ein wichtiger Schritt bei der Modernisierung und Erweiterung ihrer Flotte.
Jetzt wird der neue FINK gründlich getestet
Mit der Ankunft in Meiringen ist der Zug noch nicht bereit für den regulären Fahrgastbetrieb. Zunächst folgt eine intensive Inbetriebsetzungs- und Testphase. In den kommenden Monaten wird FINK 1 unter realen Bedingungen auf Herz und Nieren geprüft.
Zu den Typentests gehören unter anderem das Fahrverhalten, die Bremsleistung sowie die Funktion des Zahnrad- und Adhäsionsantriebs. Auch die Fahrzeugsteuerung und das Zugsicherungssystem werden umfassend kontrolliert. Erst wenn sämtliche Prüfungen erfolgreich abgeschlossen sind, erhält der neue FINK seine endgültige Zulassung.
Mehr Kapazität für Luzern–Engelberg
Voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 wird FINK 1 im regulären Betrieb eingesetzt. Vorgesehen ist das Fahrzeug zunächst hauptsächlich für die Strecke Luzern–Engelberg. Dort führt die Zentralbahn zum selben Zeitpunkt den neuen Halbstundentakt ein.
Die weiteren neun FINK-Züge werden in den darauffolgenden Wochen schrittweise in Betrieb genommen. Jedes Fahrzeug bietet 128 Sitzplätze: 111 in der zweiten und 17 in der ersten Klasse. Produziert werden die Züge von Stadler in Bussnang. Die Fertigung eines einzelnen Fahrzeugs dauert im Durchschnitt rund zehn Monate.
Die Flotte wächst weiter
Die zehn neuen FINK-Züge sind Teil der grössten Fahrzeugbeschaffung in der Geschichte der Zentralbahn. Ab Ende 2027 kommen zusätzlich sieben neue Fahrzeuge des Typs ADLER hinzu. Mit der neuen Flotte schafft die Zentralbahn mehr Kapazität und die Voraussetzungen für einen komfortablen, zuverlässigen und zukunftsfähigen Bahnbetrieb.
Weitere Informationen, Hintergründe und aktuelle Einblicke gibt es auf unserer Seite zum neuen Rollmaterial.