Die Nachfrage entwickelte sich im Berichtsjahr erneut erfreulich. Dank eines starken internationalen Segments konnte der Ausflugsverkehr die Vorjahressteigerung fortsetzen. Auch die wachsende Raumentwicklung in Luzern Süd trug zur positiven Entwicklung bei. Das höchste Umsatzwachstum verzeichneten die Fahrausweise aus Gruppenbuchungen inklusive Reservationen.

Trotz einer Steigerung der Personenverkehrserträge um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr konnte die Abgeltungsreduktion im regionalen Personenverkehr nicht kompensiert werden. Weiter führten Mehraufwendungen und ausserordentliche Kosten zu einem negativen Jahresergebnis. Die Zentralbahn verzeichnet im Geschäftsjahr 2025 daher einen Verlust von 5,1 Mio. CHF.  

Die wichtigsten Zahlen

  • Die Personenverkehrserträge stiegen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 61,2 Mio. CHF auf 67,1 Mio. CHF, was einem Anstieg von 10 Prozent entspricht.
  • Im Jahr 2025 verzeichnete die Zentralbahn gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme der Personenkilometer um 10 Prozent auf 256,3 Millionen Kilometer.
  • Das Bahnunternehmen beförderte 14,9 Millionen Fahrgäste, was einer Zunahme von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
  • Der Kostendeckungsgrad im regionalen Personenverkehr stieg gegenüber dem Vorjahr von 72,7 Prozent auf 76,3 Prozent.
  • 97,8 Prozent der Fahrgäste erreichten ihr Ziel pünktlich (2024: 97,7 Prozent).

Die Linien im Vergleich zum Jahr 2024 (in Klammer Anz. Reisende)

  • PE Luzern–Interlaken Ost + 9 % (3.13 Mio.)
  • IR Luzern–Engelberg + 9 % (2.02 Mio.)
  • S4 Luzern–Stans / Wolfenschiessen + 4 % (3.58 Mio.)
  • S5 Luzern–Giswil + 6 % (4.07 Mio.)
  • S44 Luzern–Stans + 6 % (0.27 Mio.)
  • S55 Luzern–Sachseln + 7 % (0.10 Mio.)
  • Regio Meiringen–Interlaken Ost + 13 % (0.94 Mio.)
  • Regio Meringen–Innertkirchen + 7 % (0.40 Mio.)
  • S41 Luzern–Horw: + 65 % (0.20 Mio.)

Im Jahr 2025 konnten unter anderem diese Meilensteine umgesetzt werden:

  • Personelles: Nach fast einem Jahrzehnt hat der bisherige Geschäftsführer Michael Schürch das Unternehmen Ende November 2025 verlassen. Anfang Dezember 2025 übernahm Chantal Beck die Geschäftsführung.
    Stephan Simioni hat per Anfang August 2025 die Leitung Infrastruktur von Gunthard Orglmeister übernommen.
  • Bau und Bestellung neuer Züge: Die im Jahr 2021 bestellten Fahrzeuge befinden sich derzeit bei Stadler Rail im Bau.
    Um die prognostizierte Nachfragesteigerung bis 2030 bewältigen zu können, wurde im Berichtsjahr zudem eine weitere Beschaffung von Rollmaterial unterzeichnet. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen erweitert die Zentralbahn ihre Transportkapazitäten und modernisiert ihre Fahrzeugflotte.
  • Sanierung Bahnhofgebäude Brienz: Mitte des Jahres wurde mit der Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Brienz begonnen. Während der Bauphase werden die Dienstleistungen in einem Provisorium angeboten. Das neue Reisezentrum wird im Sommer 2026 eröffnet.
  • Barrierefreies Reisen: Als eine der ersten Bahnen der Schweiz erfüllt die Zentralbahn per Ende 2025 die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes für alle ihre Bahnhöfe und Haltestellen.
  • Testbetrieb Direktbus Wolfenschiessen – Engelberg: Um die Kapazität zwischen Luzern und Engelberg zu erhöhen, führte die Zentralbahn einen Testbetrieb durch. Dabei erhielt die S4 in Wolfenschiessen Anschluss an den Direktbus nach Engelberg. Diese neue Dienstleistung wurde rege nachgefragt.

Wahlen im Verwaltungsrat

An der Generalversammlung wurden Toni Häne, Verwaltungsratspräsident, sowie die beiden Verwaltungsräte Philippe Gauderon und Daniel Wyler verabschiedet. Gleichzeitig wurden drei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt. Als Vertreter der Mehrheitsaktionärin SBB AG wurden Stephanie Bregy und Milo Degiorgi gewählt. Cornelia Kaufmann-Hurschler, Regierungsrätin des Kantons Obwalden, wird ihren Kanton neu im Verwaltungsrat vertreten.

Auf Toni Häne folgt Michel Berchtold als Verwaltungsratspräsident. Er wurde im Anschluss der Generalversammlung im Rahmen einer konstituierenden Verwaltungsratssitzung zum neuen Verwaltungsratspräsident gewählt.

Toni Häne, Präsident des Verwaltungsrates verabschiedet

Nach Informationen zum Geschäftsjahr 2025 wurde Toni Häne verabschiedet. Er hat die Zentralbahn in den letzten zehn Jahren als Verwaltungsratspräsident geprägt und mit ruhiger Hand geleitet. Unter seiner Führung wurden wichtige Weichen gestellt. So wurde beispielsweise neues Rollmaterial beschafft und in die Infrastruktur investiert. Zudem konnte sich die Zentralbahn als Rückgrat der regionalen Mobilität positionieren. Toni Häne hat dabei stets betont, dass es nicht um einzelne Projekte, sondern um den Gesamtnutzen für die Anspruchsgruppen des Bahnunternehmens gehe. Die Zentralbahn ist heute stärker, vernetzter und identitätsstärker als noch vor zehn Jahren.

Die Verwaltungsrätin Michèle Blöchliger und der Vizepräsident des Verwaltungsrates, Daniel Wyler, bedankten sich im Namen des Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden für seine langjährige Führung und sein Vertrauen.

Mitglieder des Verwaltungsrates

  • Michel Berchtold, Verwaltungsratspräsident, Thun (Vertreter SBB AG)
  • Michèle Blöchliger, Verwaltungsvizepräsidentin, Hergiswil (Vertreterin Kanton Nidwalden)
  • Stephanie Bregy, Bern (Vertreterin SBB AG)
  • Milo Degiorgi, Egg (Vertreter SBB AG)
  • Peter Flück, Interlaken
  • Christophe Gardan, Steffisburg (Vertreter SBB AG)
  • Cornelia Kaufmann-Hurschler, Engelberg (Vertreterin Kanton Obwalden)

Die Mitarbeitenden haben gemeinsam mit der Geschäftsleitung Gewohntes zuverlässig umgesetzt, Unerwartetes gemeistert und engagiert zusammengearbeitet. Der Verwaltungsrat dankt ihnen für die geleistete Arbeit im herausfordernden Jahr 2025.

Die wichtigsten Zahlen und Informationen auf einen Blick sowie den kompletten Geschäftsbericht 2025 als PDF sind auf der Seite geschaeftsbericht.zentralbahn.ch aufrufbar.

Informationen

Chantal Beck

Geschäftsführerin

+41 78 665 98 77

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