Chantal Beck nach 150 Tagen.
Wie die Zentralbahn sich für Wachstum und bessere Reiseerlebnisse rüstet.
Aktuelles29.04.2026Thomas Keiser
Nach 150 Tagen im Amt zieht Chantal Beck Bilanz: Vom Einsatz in der Werkstatt und im Zug bis zu wichtigen Gesprächen mit Behörden – sie skizziert, wie die Zentralbahn organisatorisch, infrastrukturell und fahrzeugseitig für Wachstum und bessere Reiseerlebnisse gerüstet wird.
In den ersten 150 Tagen als Geschäftsführerin hat Chantal Beck die Zentralbahn von innen kennengelernt. Sie arbeitete in verschiedenen Bereichen mit – von der Werkstatt über den Unterhalt bis hin zur Zugbegleitung – und gewann so wertvolle Einblicke in den Betriebsalltag. Zahlreiche Begegnungen mit Behörden, Partnerorganisationen und der Politik halfen, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Netzwerke aufzubauen.
Familiärer Spirit in einem dynamischen Umfeld
Besonders beeindruckt zeigte sich Beck vom familiären Spirit und der unkomplizierten Zusammenarbeit in der Organisation – immer mit dem gemeinsamen Ziel, das Beste für die Kund:innen zu leisten.
Die Zentralbahn bewegt sich in einem dynamischen Wachstumsmarkt: In der Region passiert viel, und auch international ergeben sich neue Chancen. Damit das Bahnunternehmen mit dem prognostizierten Wachstum Schritt halten kann, ist eine solide organisatorische Aufstellung entscheidend. Im Zentrum der langfristigen Planung steht der Ausbau des Angebots. Dabei sind unternehmerisches und wirtschaftliches Denken und Handeln essenziell.
Pendler- und Tourismusverkehr abstimmen und Investitionen umsetzen
Ein spezieller Fokus gilt der touristischen Nachfrage. Mit einem neuen Konzept sollen der Pendler- und der Tourismusverkehr besser aufeinander abgestimmt werden. Zudem stehen wichtige Investitionen an. Noch dieses Jahr wird ein erster Teil der neuen Fahrzeugflotte ausgeliefert. Ziel ist, diese neuen Züge reibungslos in den laufenden Betrieb zu integrieren. Auch bei der Infrastruktur stehen bedeutende Schritte an, etwa die Doppelspur Staldifeld im Kanton Nidwalden – eine zentrale Voraussetzung für den Halbstundentakt nach Engelberg ab dem nächsten Fahrplanwechsel.
Herausforderungen und Handlungsfelder
Die Zentralbahn steht vor vier zentralen Themenfeldern, die für das Wachstum in den nächsten Jahren entscheidend sind:
- Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur finanzieren
Die gute Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Kantonen und dem Bund wird noch wichtiger, damit die Mittel dort eingesetzt werden, wo sie den grössten Nutzen bringen. - Pensionierungswelle abfedern und Arbeitgeberattraktivität sichern
Viele erfahrene Mitarbeitende nähern sich dem Ruhestand. Mit einer gezielten Nachfolgeplanung und einem systematischen Wissenstransfer soll ihr Wissen gesichert werden. Mit attraktiven Arbeitsbedingungen, flexiblen Arbeitsmodellen und gezielten Aus- und Weiterbildungsangeboten wird die Arbeitgeberattraktivität gestärkt und unter anderem die nächste Generation angesprochen. - Qualität trotz grosser Wachstumsschritte bewahren
Das Wachstum bringt komplexere Abläufe und höhere Anforderungen an die Betriebssicherheit und das Kundenerlebnis mit sich. Durch standardisierte Prozesse und Abläufe soll die hohe Qualität bewahrt werden. - Digitalisierung und kultureller Wandel aktiv leben
Digitale Technologien werden auch künftig die Arbeitsprozesse verändern und Anpassungen der Organisation verlangen. Die Zentralbahn wird die Digitalisierung weiter vorantreiben und den damit verbundenen kulturellen Wandel aktiv leben.
Erfolgsgeschichte weiterschreiben
Chantal Beck ist überzeugt: Die Erfolgsgeschichte der Zentralbahn lässt sich weiterschreiben. Mit einem starken Team, hoher Innovationskraft, und verlässlichen Partnerorganisationen sind die Ziele erreichbar. Als «Eisenbahnperle» bleibt die Zentralbahn ihrem Anspruch treu, hohe Sicherheit und Qualität zu bieten, die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern und Mitarbeitenden ein gutes Arbeitsumfeld zu gewährleisten.
Zum Videobeitrag
Sehen Sie hier, wie Chantal Beck von ihren ersten 150 Tagen berichtet und welche konkreten Schritte die Zentralbahn als nächstes angeht.