Für Sven gibt es nichts Erfüllenderes als seine Passion, besonders schöne und mitunter seltene historische Zugkompositionen festzuhalten und sie für andere erlebbar zu machen, indem er seine Aufnahmen auf den sozialen Medien teilt. «Angefangen hat es damit, dass ich als kleiner Bub mit einer Kamera in der einen Hand – an der anderen hielt mich meine Grossmutter – nach Oberdorf gefahren bin und dort meine erste Aufnahmen von Eisenbahnzügen gemacht habe. Sie sind mir seither nicht mehr aus dem Kopf gegangen.» Im Laufe der Jahre ist nicht nur Svens Neugierde gewachsen. Auch seine Ausrüstung präsentiert sich heute umfangreicher und vor allem professioneller. Aus gutem Grund:

«Für meine subjektiven Perspektiven brauche ich mehr als ein Objektiv.»

Auf kaum jemand anders trifft die Bezeichnung «Bahnfotograf» besser zu: Svens grosse Leidenschaft ist das Aufspüren, Fotografieren und Filmen von Zügen, darunter auch besonders interessante Exemplare der Zentralbahn: «Ich bin fast jedes Wochenende unterwegs, und natürlich ist die Kamera immer dabei». Wer nun aber denkt, Sven mache dies einfach auf gut Glück, liegt falsch: seine Expeditionen plant er vorab bis ins kleinste Detail «sogar den Zufall!», fügt er schmunzelnd hinzu, muss er planen, denn sein Hauptinteresse gilt den historischen Zügen, und diese sind nicht jeden Tag draussen auf den Schienen, sondern verbringen die meiste Zeit in einem Schuppen, im Depot oder auf einem Abstellgleis. Auch die Zentralbahn hütet einige rare Exemplare historischer Lokomotiven; für Sven sind es «ganz besondere Schätze aus der Anfangszeit der Elektrifizierung» des Streckennetzes.

«Ich bin fast jedes Wochenende unterwegs.»

Doch wie kommt er an die Informationen, welche Lok und welche Komposition wann und wo unterwegs ist? Einerseits pflegt Sven einen regen Austausch mit Gleichgesinnten, vor allem über Social Media, und manchmal verabredet er sich auch mit ihnen zu einer gemeinsamen Foto-Exkursion. Das kann dann auch gern mehrere Tage dauern. Und er kennt sehr viele Vereine, checkt regelmässig deren Webseiten und findet so heraus, welche speziellen Fahrten anstehen: «Einige machen sogar einen Kalender daraus, das erleichtert mir natürlich die Planung». Auch im Netz findet Sven Karten, auf denen die einschlägigen Strecken eingezeichnet sind. Bei manchen lassen sich einzelne Punkte anklicken und zeigen ihm, wie es dort aussieht. Ein wichtiger Faktor bei der Planung ist auch das Wetter und insbesondere der Sonnenstand. Nur so kann für Sven das perfekte Bild entstehen.

Doch was geschieht mit dem vielen Material, wenn die Bilder einmal geschossen und die Filme abgedreht sind, das Adrenalin in Svens Adern wieder etwas ruhiger fliesst? Die Ergebnisse seiner Recherchen und seine Foto- und Filmarbeiten teilt er auf den einschlägigen Kanälen. Auch seine ganz «heissen Spots» mit hohem Instagram-potenzial behält er nicht etwa für sich, wie dies ein Trüffelsucher tun würde:

«Ich mache das nicht nur für mich.»

Nichts wünscht er sich nämlich mehr, als dass möglichst viele Menschen an seiner Faszination für die Eisenbahn teilhaben können. Sven beschreibt sich denn auch lieber bescheiden und unaufgeregt als «Bahnfotograf». Das modische Wort «Trainspotter» verwendet er nur selten und für sich selber nie.

Danke, Sven. Mit dir fahren wir gut.

YouTube Video

Nachfolgender Inhalt ist allenfalls nicht barrierefrei.Das Video ist dekorativ und zeigt unser Ambassador Sven. Man sieht Sven, der als kleiner Junge vor dem PC sitzt und alte und spezielle Lokomotiven ansieht. Er schaut sehr begeistert und beeindruckt aus. Er sagt den Text "Als ich noch ein kleiner Bub war, hat es mich bereits zum ersten Mal gepackt." Beim nächsten Schnitt sieht man, das er auf die Abfahrtstafel sieht und gleich in den Zug einsteigt. "Seither sind spezielle Züge meine Leidenschaft." Der Zug fährt ab. Im nächsten Schnitt läuft Sven über eine Graskuppe. Während er einen Weg hinunterläuft, sagt er "Das Fotografieren und Filmen noch mehr als das Fahren." Er prüft auf seinem Handy mit Hilfe einer App den Sonnenstand. "Mein Hotspot auf dem Zentralbahn Streckennetz? Das verrate ich nicht." Er schmuntzelt während diesem Satz und macht sein Equipment bereit. "Nein, das war nur ein Witz. In Horw. Weil es dort alles gibt, was ein Foto interessant macht: Eine ordentliche Kurve und der Vierwaldstättersee im Hintergrund. Meine Entdeckungen und Tipps teile ich alle auf Social Media." Er macht ein Foto vom vorbeifahrenden Zug und lädt dies auf Instagram hoch. Anschliessend erscheinen viele Kommentare und Emojis welche auf seinen Beitrag kommentieren. Sven läuft nun ins Bild und sagt in die Kamera " Ich heisse Sven und ich bin Bahnfotograf. Ich beschreibe mich so lieber, statt Trainspotter."

Sven's «Lokipedia»

Makrofon ist der Fachbegriff für die Hupe bzw. Pfeife des Zuges. Umgangssprachlich sagt man auch kurz «Makro». Viele unterscheiden jedoch zwischen einer Pfeife und einem Makro, wobei «Makro» eher verwendet wird, wenn es sich um ein Drucklufthorn handelt. Einige Eisenbahnfans bewegen den Arm hoch und runter, um dem Lokführer zu signalisieren, er solle für sie pfeifen; dies nennt man «Makroarm».  Es ist in der Community eher unbeliebt und wird nicht gern gesehen.

Ein Hemmschuh ist ein etwa 6 Kilo schwerer Metallkeil, der auf die Schienen platziert wird, um Wagen beim Darüberfahren durch die Reibung abzubremsen und zu stoppen. Er wird hauptsächlich beim Rangieren genutzt und ähnelt den Strassenkeilen und Radvorsetzern.

Ein Signal gibt dem Lokpersonal klare Anweisungen für die Fahrt und sorgt für einen sicheren Bahnverkehr. Es zeigt an, ob weitergefahren, gebremst oder angehalten werden muss. So erhält die Lokführerin oder der Lokführer jederzeit Orientierung über die Strecke vor dem Zug.

Nebst den vielen Signalen gibt es die kleinen Zwergsignale. Diese sind schwarz und dreieckig mit drei Lämpchen. Sie sind für Rangierfahrten gedacht. Stehen die Lämpchen horizontal, heisst dies «Halt!», diagonal «Fahrt mit Vorsicht» (nächstes Zwergsignal ist «Halt!»), vertikal bedeutet «Fahrt». Rangierfahrten dürfen an einem Rot zeigenden Hauptsignal vorbeifahren, wenn das Zwergsignal Fahrt zeigt.

Die Spurweite gibt an, wie weit die Gleise voneinander entfernt sind. Die SBB und die meisten Länder Europas nutzen die Normalspur,  bei der die Gleise 1,435 Meter auseinanderliegen. Die Zentralbahn nutzt hingegen die Meterspur, sie ist also genau einen Meter breit, was bedeutet, dass SBB-Züge nicht darauf fahren könnten. Die Zentralbahn ist damit eine Schmalspurbahn. Die Meterspur ist vor allem in Bergregionen praktisch, da damit engere Kurven und steilere Strecken gebaut werden können, ideal für die Zentralbahn und insbesondere für den Brünig.

Heutzutage sind nahezu alle Gleise zugeschweisst. Im Sommer können sich die Schienen bei hoher Hitze leicht verformen und sich ausdehnen. Bei einer Verwerfung wird die Spannung so stark, dass die Schienen sich verschieben und je nachdem aus dem Schotterbett verbiegen. Um dem vorzubeugen, werden an einigen Stellen entlang der Zentralbahnstrecke die Schienenstränge weiss lackiert, damit die Schienen weniger anfällig auf die Hitze sind (einigen dürfte das auch aus Italien bekannt sein).

Rätsel mit Sven: Welches Rad zeigt Zähne?

Miträtseln und 1. Klasse Tageskarten der Zentralbahn gewinnen. Teilnahmeschluss ist am 19.4.2026.

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Buchstabe 2 und 5 für das Lösungwort.

Buchstabe 4 für das Lösungswort.

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